Völkerball - Spielregeln & 20+ Varianten für den Sportunterricht

Völkerball: Spielregeln & 20+ schöne Varianten

Mitgewirkt: Ramy Azrak, Alina Schlegel & Henrik Lühr

Völkerball ist ein beliebtes Spiel im Sportunterricht und wird sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarstufe häufig gespielt. Aus pädagogischer Sicht werden die klassischen Regeln jedoch immer wieder diskutiert. Um den Spielspaß auch für weniger wurfstarke und eher zurückhaltende Spieler*innen zu erhöhen, gibt es eine Vielzahl von spannenden, abwechslungsreichen und teamstärkenden Variationen. Im Folgenden stellen wir euch über 20 schöne und erprobte Varianten vor. 

Diese Spiele haben wir jetzt auch übersichtlich in einem eBook zusammengefasst. 

Völkerball - Spielregeln - Anleitung - klassisch

Spielregeln / Anleitung

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Die Schüler*innen werden in zwei gleich große und möglichst gleich starke Teams aufgeteilt. Diese positionieren sich in ihren Spielfeldhälften. Jedes Team bestimmt eine „Strohpuppe“ (je nach Region und Variante auch „König*in“ oder „Grenzwächter*in“ genannt). Die Strohpuppen haben ihr Territorium um das gegnerische Spielfeld herum. Dieser Bereich wird auch als „Himmel“ bezeichnet.

Die Spielleitung, die von der Mittellinie einen guten Überblick auf das Spielgeschehen hat, startet das Spiel mit Einrollen oder Einwerfen des Schaumstoffballs.

Die Teams versuchen die gegnerischen Spieler*innen abzuwerfen. Als abgeworfen zählen direkte Körpertreffer. Wird der Ball gefangen, so gilt dies nicht als Treffer und das Spiel läuft weiter. Außerdem zählen keine „Kopftreffer“ und „Erdbälle“. Ein Erdball ist ein Treffer, bei dem der Ball vor dem Körperkontakt zuerst den Boden berührt hat. 

Wird im Spielgeschehen ein*e Spieler*in vom Ball getroffen, muss diese*r das innere Spielfeld unmittelbar verlassen und sich in den Bereich um das gegnerische Spielfeld herum (in den „Himmel“) begeben. Die Spieler*innen im Himmel dürfen Bälle, die durch die missglückten Würfe im Himmel landen, zu ihren Mitspieler*innen im Innenfeld oder im Himmel passen oder eine*n Gegner*in abwerfen. Wenn ein*e Gegner*in abgeworfen wurde, so ist die Person, die geworfen hat, aus dem Himmel befreit und darf wieder ins Innenfeld zurückkehren. Das gegnerische Territorium darf nicht betreten und auch die Bälle dürfen nicht aus dem Feld „geklaut“ werden.

Die Strohpuppe darf auch gegnerische Spieler*innen abwerfen. Sie muss aber erst in das eigene innere Spielfeld, wenn die bzw. der letzte Mitspieler*in abgeworfen wurde. Die Strohpuppe erhält beim ersten Einsatz im Innenfeld den Ball und verfügt über drei Leben. Während die Strohpuppe alleine im Innenfeld steht, versucht das gegnerische Team durch Abwerfen ihre drei Leben zu eliminieren. Die Mitspieler*innen (der Strohpuppe) können sich aber durch Treffer wieder ins Feld werfen. Schafft das jemand aus dem Team, darf die Strohpuppe wieder zurück in den Himmel. Ihre Leben bleiben erhalten. 

Gewonnen hat das Team, das alle Spieler*innen der gegnerischen Mannschaft sowie die Strohpuppe mit ihren drei Leben abgeworfen hat. Alternativ kann auch eine Spieldauer festgelegt werden, beispielsweise 10 Minuten. Dann gewinnt das Team, welches nach Ablauf der Zeit noch die meisten Spieler*innen im Feld hat. 

Tipp:

Sollte in der Gruppe eine Person eine körperliche Beeinträchtigung haben, kann sie den geworfenen Bällen ggf. nicht so gut ausweichen. In diesem Fall kann mit einer Partnerin bzw. einem Partner gespielt werden. Die Partnerin bzw. der Partner erhält ein Leibchen und darf geworfene Bälle abwehren, ohne in den Himmel zu müssen. Sofern die Person mit der körperlichen Beeinträchtigung getroffen wurde, ist ihr*e Partner*in jedoch auch abgeworfen und muss sich in den Himmel begeben. 

Mattenvölkerball

Mattenvölkerball

Material:

Weichbodenmatten, Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Um beim Mattenvölkerball zu gewinnen, ist die Teamfähigkeit besonders wichtig. In jedem Feld wird eine Weichbodenmatte aufgestellt. Die Spieler*innen können sich hinter ihrer Matte verstecken und vor den gegnerischen Würfen schützen. Sie müssen jedoch aufpassen, dass ihre Matte auf keinen Fall umfällt. Wer sich um die Matte „kümmert“, bleibt jedem Team selbst überlassen. Die Matte darf gedreht werden, muss jedoch immer stehen bleiben. Wer abgeworfen wird, muss die Matte unmittelbar loslassen und in den Himmel. Fällt die Matte zu Boden, ist das Spiel sofort verloren. Insbesondere die gemeinsame Verantwortung für die Matte wird bei dieser sehr beliebten Variante gefördert.

Variante:

Es wird mit kleinen Matten gespielt.

Burgvölkerball

Burgvölkerball

Material:

Kästen, Matten, Parteibänder, Softbälle etc.

Spielbeschreibung:

Vor dem Spielbeginn bekommt jedes Team die gleichen Materialien, um sich in der eigenen Spielfeldhälfte eine Burg zum Schutz der eigenen Spieler*innen zu bauen. Die Spielleitung bestimmt die Materialien. Hierbei können die Wünsche der Schüler*innen einbezogen werden. Das Spielprinzip des klassischen Völkerballs bleibt erhalten.

Variante:

Beide Mannschaften erhalten lediglich einen 4-teiligen Kasten.

Hütchenvölkerball

Hütchenvölkerball

Material:

Kästen (4-teilig), Hütchen, Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke

Spielbeschreibung:

In der Mitte der beiden Spielfeldhälften werden auf die Kästen jeweils drei Hütchen gestellt. Die Hütchen müssen von den Feldspieler*innen verteidigt werden, dürfen allerdings nicht berührt werden. Wird eine Person abgeworfen, muss sie in den Himmel, kann sich jedoch wieder frei werfen. Wenn es eine Mannschaft schafft, die Hütchen des anderen Teams vom Kasten zu werfen, gewinnt sie das Spiel.

Varianten:

  • Beide Mannschaften erhalten lediglich einen kleinen Kasten, auf dem ein Hütchen steht. Fällt das Hütchen, so hat das Team verloren.
  • Das Team, das nach drei Minuten Spielzeit mehr Hütchen auf dem Kasten hat, gewinnt das Spiel.
  • Das Spiel endet auch, wenn eine Strohpuppe ihre drei Leben verloren hat.
Bienenkönigin

Bienenkönigin

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Beide Teams legen vor Beginn des Spiels ihre Bienenkönigin heimlich fest. Diese werden der Spielleitung ins Ohr geflüstert. Trifft ein Team die Bienenkönigin des gegnerischen Teams, so verliert das betroffene Bienenvolk sofort. Ziel ist somit, die gegnerische Bienenkönigin zu treffen. Bei dieser Variante bleibt die Strohpuppe während des gesamten Spiels im „Himmel“. Ansonsten bleibt das Spielprinzip des klassischen Völkerballspiels erhalten.

Variante:

Zusätzlich kann auch noch eine weitere Person geheim bestimmt werden, die immun gegen Treffer ist und dadurch die Bienenkönigin schützen kann. Diese Variante mit einer Beschützerin bzw. einem Beschützer ist auch bekannt unter dem Namen „James-Bond-Völkerball“ oder „Kaiser-Völkerball“. 

Jokervölkerball

Jokervölkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Die Teams wählen vor Spielbeginn ihren Joker aus und markieren diesen mit einem Parteiband. Der Joker ist erst abgeworfen, wenn dieser vom gegnerischen „Himmel“ aus getroffen wurde. Wenn er getroffen wurde, dürfen alle gegnerischen Spieler*innen aus dem „Himmel“ wieder zurück in das eigene Innenfeld. Gegen einen Treffer aus dem gegnerischen Innenfeld ist der Joker immun. Gewonnen hat das Team, das alle gegnerischen Spieler*innen, den Joker und die Strohpuppe mit deren drei Leben abgeworfen hat.

Variante:

Der Joker kann von überall abgeworfen werden.

Staffelspiele

Jetzt auch als eBook verfügbar!

Diese Völkerball-Varianten haben wir übersichtlich in einem eBook zusammengefasst. 

Völkerball mit Freilaufen

Völkerball mit Freilaufen

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Hütchen

Spielbeschreibung:

Bei dieser Variante haben abgeworfene Spieler*innen die Möglichkeit, sich freizulaufen. Hierfür müssen sie von der Grundlinie des Himmels durch das gegnerische Feld bis ins eigenen Innenfeld laufen, ohne von einer gegnerischen Person berührt zu werden. Versucht es eine Person und wird getickt, muss sie zurück zur Grundlinie und kann es erst dann erneut versuchen. Spieler*innen, die nicht so stark werfen können, haben so die Möglichkeit, sich durch einen erfolgreichen Lauf wieder zu befreien. Diese Spielvariante kann theoretisch endlos lang gespielt werden und es gibt keine Verlierer*innen.

Varianten:

  • Man hat nur einen Versuch, um sich freizulaufen. Gelingt es beim ersten Mal nicht, so muss die Person jemanden abwerfen, um wieder ins Innenfeld zu kommen.
  • Wer getickt wird, läuft eine Runde um das Spielfeld. Anschließend kann die Person erneut versuchen sich freizulaufen.
Brückenvölkerball

Brückenvölkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle, kleine Matten, ggf. Hütchen

Spielbeschreibung:

An den beiden Außenlinien werden Matten als Brücken ausgelegt. Ähnlich wie beim „Völkerball mit Freilaufen“ darf ein abgeworfenes Teammitglied aus dem Himmel zurück ins Innenfeld laufen. Allerdings ist das Freilaufen bei dieser Spielvariante schwieriger, weil der Weg nur über die enge „Brücke“ (Matten) führt. Wer auf der Brücke getickt wird, muss zurück in den Himmel, darf es aber jederzeit erneut probieren, durch Laufen zurück ins Innenfeld zu gelangen.

Varianten:

  • Man hat nur einen Versuch, um sich freizulaufen. Gelingt es beim ersten Mal nicht, so muss die Person jemanden abwerfen, um wieder ins Innenfeld zu kommen.
  • Wer getickt wird, läuft eine Runde um das Spielfeld. Anschließend kann die Person erneut versuchen sich freizulaufen.
Inselvölkerball

Inselvölkerball

Material:

Parteibänder, kleine Matten, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Das Spielfeld besteht aus zwei Spielhälften. Es gibt kein Außenfeld, stattdessen dienen Turnmatten in den gegnerischen Spielhälften als „Himmel“. Diese werden in beiden Feldern identisch angeordnet und in dieser Spielvariante „Inseln“ genannt. Spieler*innen dürfen in der eigenen Hälfte nicht die gegnerischen Inseln betreten. Wer abgeworfen wird, muss auf eine der eigenen Inseln im gegnerischen Feld und kann sich von einer der eigenen Inseln wieder freiwerfen. Ein Team kann sich den Ball zwischen eigenem Feld und den eigenen Inseln zupassen. Das Team, das keine Spieler*innen mehr auf dem Innenfeld hat, verliert das Spiel.

Völkerball mit Partner*in

Völkerball mit Partner*in

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Vor Spielbeginn werden nicht nur die beiden Teams, sondern auch innerhalb der Teams 2er-Pärchen gebildet. Wird eine Person abgeworfen, so muss das Paar das Innenfeld gemeinsam verlassen und in den Himmel. Wirft eine Person im Himmel eine*n Gegner*in ab, so darf das Paar wieder gemeinsam in das Innenfeld zurück.

Variante:

Eine Person ist unverwundbar, die andere Person ist ihr „Schützling“. Wird der „Schützling“ getroffen, müssen beide in den Himmel. Wirft eine*r der beiden Spieler*innen anschließend eine*n Gegenspieler*in ab, so dürfen beide wieder ins Innenfeld zurück.

Linienvölkerball

Linienvölkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Hütchen

Spielbeschreibung:

Die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit der Spieler*innen ist bei dieser Spielvariante besonders wichtig. Wer nämlich getroffen wird, muss erst dann in den Himmel, wenn der Ball über die nächstgelegene Linie (Mittel-, Seiten- oder Grundlinie) aus dem eigenen Innenfeld rollt bzw. springt. Der Ball darf nach einem Treffer von jedem Teammitglied im Innenfeld oder der getroffenen Person selbst aufgehalten werden.

Völkerball verkehrt

Völkerball verkehrt

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Bei diesem Spiel wird das klassische Völkerballspiel verkehrt herum gespielt, denn auf dem inneren Spielfeld befindet sich jeweils nur ein*e Spieler*in. Alle anderen Teammitglieder stehen im Himmel und müssen sich in das Spiel hineinwerfen, indem sie eine*n Gegenspieler*in abwerfen. Eine getroffene Person bleibt in ihrem Innenfeld. Gewonnen hat das Team, das es zuerst geschafft hat, sich mit allen Spieler*innen ins Innenfeld hineinzuwerfen.

4-Jahreszeite-Völkerball

4-Jahreszeiten-Ball

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Das Spielfeld wird mithilfe von Hütchen oder Bänken in vier gleich große Felder unterteilt. Gespielt wird in vier Teams, die vor dem Start von der Spielleitung einen Ball bekommen. Alle Spieler*innen der gegnerischen Teams dürfen abgeworfen werden. Wer getroffen wird, wechselt in das Feld der Person, die geworfen hat und unterstützt das „neue Team“. Das Spiel endet, wenn in einem Jahreszeitenfeld keine Spieler*innen mehr stehen. Diese Variation ist eine inklusive Spielvariante, da es nicht direkt „Verliererteams“ gibt, dafür jedoch drei „Gewinner-Teams“.

Variante:

Das Spiel wird weiter fortgeführt. Theoretisch kann das Spiel auch mit nur zwei oder sogar einem großen, gesamten Gewinnerteam enden.

Gefängnisball

Gefängnisball

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Hütchen, Bänke, Basketballkörbe

Spielbeschreibung:

Auf den Grundlinien wird jeweils eine Bank aufgestellt (siehe Abbildung). Ziel des Spiels ist es, die gegnerischen Spieler*innen mit dem Ball abzuwerfen. Wird eine Person getroffen, so muss sie sich auf die Bank im gegnerischen Feld stellen. Sollte es ihr gelingen, einen Ball, der von einem Mitglied des eigenen Teams zu ihr geworfen wurde, zu fangen, so darf sie in die eigene Spielhälfte zurückkehren. Gewonnen hat das Team, welches zuerst alle gegnerischen Spieler*innen der anderen Mannschaft ab-geworfen und auf die Bank geschickt hat.

Varianten:

  • Das Team, das am Ende einer festgelegten Zeit weniger Personen auf der Bank hat, gewinnt das Spiel.
  • Die Bänke werden in der Nähe eines Basketballkorbs positioniert. Schafft es ein*e Spieler*in auf der Bank den gefangenen Ball in den Korb zu werfen, sind alle Spieler*innen auf der Bank wieder frei.
Pantherball

Pantherball

Material:

Parteibänder, Softbälle, Bänke, kleine Matten, Weichbodenmatten, Basketballkörbe

Spielbeschreibung:

Das Spielfeld wird in zwei Hälften aufgeteilt. Ziel ist es die gegnerischen Spieler*innen abzuwerfen. Getroffene Spieler*innen müssen sich der Reihenfolge nach auf die Bank im gegnerischen Feld setzen. Früher abgeworfene Spieler*innen sitzen am dichtesten an der Mittellinie. Alle Spieler*innen dürfen sich ausschließlich in ihrer Spielhälfte bewegen, mit Ausnahme des Steges, der von allen betreten werden darf. Der Steg wird mit Weichböden und kleinen Turnmatten gebaut. Nur vom Mattenhaufen in der Mitte dürfen die Spieler*innen den Ball auf den Korb werfen. Wird ein Korb getroffen, so werden alle eigenen Teammitglieder befreit und dürfen wieder mitspielen. Wenn nur das Brett getroffen wird, ist das Teammitglied, welches am dichtesten an der Mittellinie auf der Bank sitzt, befreit. Alle Spieler*innen dürfen sich auf dem Steg bewegen, andere abwerfen und von der gegnerischen Mannschaft abgeworfen werden. Gewonnen hat das Team, das zuerst eine vorher festgelegte Anzahl an Spieler*innen des gegnerischen Teams abgeworfen hat.

Varianten:

  • Es darf von überall auf das Brett geworfen werden.
  • Die Spieler*innen dürfen den Ball nur auf das Brett werfen, wenn sie sich auf der hintersten Matte in der gegnerischen Spielhälfte befinden.
Dodgeball

Dodgeball

Material:

Parteibänder, Softbälle, Bänke, ggf. Hütchen

Spielbeschreibung:

Für dieses Spiel wird das Spielfeld etwas anders aufgeteilt. Jeweils einen Meter von der Mittellinie entfernt liegt die zwei Meter große und deutlich gekennzeichnete neutrale Zone. Gespielt wird mit bis zu fünf Bällen, je nach Gruppenstärke. Vor Spielbeginn werden alle Bälle auf der Mittellinie positioniert und die Spieler*innen stellen sich an der eigenen Grundlinie auf. Mit dem Anpfiff laufen alle Spieler*innen schnellstmöglich zur Mittellinie und versuchen, jeweils einen der Bälle zu ergattern. Mit oder ohne Ball kehren sie wieder in ihr Innenfeld zurück. Erst nachdem die Spielleitung ein zweites Mal gepfiffen hat, dürfen sich die Spieler*innen gegenseitig abwerfen. Wenn ein*e Spieler*in abgeworfen wird, muss sie sich am Spielfeldrand auf die Bank setzen, weil es bei dieser Spielvariante keinen Himmel gibt. Anders als beim klassischen Völkerball ist beim Dodgeball ein gefangener Ball ein Abwurf. Ein gegnerischer Wurf kann außerdem mit einem anderen Ball auch abgewehrt und somit entschärft werden. Das Spielende wird durch ein Zeitlimit begrenzt (meistens 2 bis 3 Minuten) oder endet frühzeitig, wenn ein Team komplett rausgeworfen wurde.

Kegelvölkerball

Kegelvölkerball

Material:

Kegel, Parteibänder, Softbälle, ggf. Hütchen, Reifen

Spielbeschreibung:

Beim Kegelvölkerball erhalten alle Spieler*innen einen Kegel und stellen diesen im Abstand von einem Meter im eigenen Spielfeld auf. Der eigene Kegel muss bewacht, darf aber nicht berührt werden. Fällt dieser um, so ist die Person „abgeworfen“. Es macht hierbei keinen Unterschied, ob der Kegel durch Eigen- oder Fremdverschulden umfällt. Die Person, deren Kegel umgefallen ist, nimmt den Kegel und begibt sich auf direktem Wege in den Himmel. Von dort kann sie versuchen, gegnerische Kegel abzuwerfen. Das Spiel ist gewonnen, wenn alle Kegel der gegnerischen Mannschaft umgeworfen wurden oder die Stohpuppe dreimal getroffen wurde.

Varianten:

  • Um jeden Kegel wird ein Reifen gelegt. Diesen darf der bzw. die Wächter*in nicht betreten.
  • Bei einem Körpertreffer muss die Person in den Himmel. Der Kegel bleibt jedoch so lange stehen, bis er abgeworfen wurde bzw. umfällt.
Bauernhof-Völkerball

Bauernhof-Völkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle, Weichbodenmatten, ggf. Hütchen, Reifen

Spielbeschreibung:

Die „Hühner“ bewegen sich auf dem Freiland (Spieler*innen auf der Matte) und werden von „Hähnen“ (Spieler*innen im Innenfeld) vor den gegnerischen „Jäger*innen“ beschützt. Das Spiel verliert das Team, welches zuerst keine „Hühner“ mehr auf dem Freiland hat.

Völkerball mit Handicaps

Völkerball mit Handicaps

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Bänke, Hütchen

Spielbeschreibung:

Bei dieser Spielvariante erhalten die Spieler*innen ein „Handicap“. Das bedeutet, dass die Art und Weise des Werfens vorher festgelegt wird. Sie dürfen beispielsweise nur mit der schwächeren Hand, beidhändig, über den Kopf oder mit einem Druckwurf werfen.

Single-Völkerball

Single-Völkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle

Spielbeschreibung:

Diese Variante wird mit zwei Bällen gespielt. Beide Teams nummerieren ihre Mitglieder durch. Mit Spielbeginn stehen sich nur die beiden Spieler*innen mit der Nummer eins gegenüber, die anderen Spielenden sind in ihrem Himmel. Nun wird Völkerball gespielt. Wird eine Person im Feld abgeworfen, wechselt diese in den Himmel und wird vom Spielenden der nächst höheren Zahl (Nummer 2 usw.) abgelöst. Das Spiel wird solange fortgeführt, bis die letzte gegnerische Person abgeworfen wird. Dann ist das Spiel zu Ende und das Team, das alle gegnerischen Spieler*innen abwerfen konnte, hat gewonnen.

Merkvölkerball

Merkvölkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle

Spielbeschreibung:

Beim Merkvölkerball ist die gesamte Sporthalle das Spielfeld, es gibt keine Unterteilung des Spielfeldes. Das Spielprinzip ist an die Regeln von Zombieball angelehnt. Auch bei dieser Spielvariante versuchen sich die Spieler*innen der beiden Teams gegenseitig abzuwerfen, jedoch darf ein*e Werfer*in maximal drei Schritte mit dem Ball laufen. Dribbeln ist nicht erlaubt. Wird jemand vom Ball getroffen, so muss sich die abgeworfene Person auf den Boden setzen und sich merken, von wem sie getroffen wurde. Wenn die Person, die geworfen hat, nämlich von einem eigenen Teammitglied abgeworfen wird, ist sie befreit und darf sich wieder auf dem Spielfeld bewegen. Die Person, die auf dem Boden sitzt, darf zudem herumfliegende Bälle aufnehmen und versuchen sich selbst freizuwerfen.

Varianten: 

  • Der Ball darf höchstens 10 Sekunden in der Hand gehalten werden.
  • Es Darf mit dem Ball gerannt werden.
Staffelspiele

Jetzt auch als eBook verfügbar!

Diese Völkerball-Varianten haben wir übersichtlich in einem eBook zusammengefasst. 

America

America

Material:

Parteibänder, Softbälle, Bänke, ggf. Hütchen

Spielbeschreibung:

Bei diesem Spiel wird das Spielfeld in drei Drittel aufgeteilt. Beide Teams besetzen das jeweils äußere Drittel. Das mittlere Drittel darf von beiden Teams betreten werden. Zum Abwerfen dürfen alle Spieler*innen bis zur Grenze des äußeren Drittels laufen und von dort aus werfen. Abgeworfene Schüler*innen müssen sich der Reihenfolge nach auf die Bank setzen. Früher abgeworfene Spieler*innen sitzen am dichtesten an der Mittellinie und dürfen wieder aktiv am Spiel teilnehmen, wenn ein Teammitglied einen Abwurfversuch fängt oder eine gegnerische Person abwirft. Das Team, das alle gegnerischen Spieler*innen rausgeworfen hat, gewinnt das Spiel.

Varianten: 

  • Abgeworfene Spieler*innen laufen eine Runde oder machen 10 Hampelmänner und spielen danach wieder mit.
  • Stärkeres vs. schwächeres Team (z. B. Klasse 5 gegen Klasse 9): Das schwächere Team darf zwei Drittel betreten. Das stärkere Team darf nur in einem Drittel spielen.
4-Felder-Völkerball

4-Felder-Völkerball

Material:

Parteibänder, Softbälle, ggf. Hütchen

Spielbeschreibung:

Das Spielfeld wird in vier Felder (A / B / A / B) aufgeteilt. Beide Teams haben das Ziel gegnerische Spieler*innen abzuwerfen. Jeder Treffer gibt einen Punkt. Getroffene Spieler*innen bleiben im Feld. Das Team, dass zuerst 20 Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Varianten: 

  • Abgeworfene Spieler*innen machen 10 Hampelmänner.
  • Es gewinnt das Team, das nach vier Minuten mehr Punkte hat.

Grundsätzlich können alle Spielregeln (gemeinsam mit der Lerngruppe) flexibel und kreativ verändert und kombiniert werden: 

 

  • Spielumgebung: Es kann draußen auf dem Beachvolleyballplatz, auf dem Sportplatz, in der Halle etc. gespielt werden.
  • Spielfeldgröße: Die Größe des Innenfelds kann an die Gruppe angepasst werden.
  • Teamgröße: Die Anzahl der Spieler*innen pro Team kann verändert werden. 
  • Anzahl der Bälle: Die Anzahl kann auch im Verlauf des Spiels erhöht bzw. verringert werden. 
  • Zusätzliches Material: Es können Hindernisse, Schutzräume und Gegenstände zum Schützen genutzt werden. 
  • Sonderaufgaben oder Einschränkungen: Es zählen nur Beintreffer, es darf nur mit der schwächeren Hand geworfen werden etc. 
  • Zusatzregeln: Wenn die Strohpuppe jemanden abwirft, darf sie eine Person aus ihrem Team, die sich im Himmel befindet wieder ins Innenfeld schicken o. ä.